**Marcel Reif** (0:00)
Dortmund hat das sehr gut gemacht, finde ich. Ein Konstrukt, das sie sich da mit dieser Transferperiode gebastelt haben, nachdem sie genau gesucht haben. Das war genau das, um was es geht. Wenn du es lustiger haben willst, darfst du aber die Stabilität nicht verlieren. Und dass diese zwei jungen Griechen, was die drauf haben, das haben wir gesehen, das kann richtig lustig werden.
**Matthias Brügelmann** (0:32)
Einen wunderschönen guten Freitag und herzlich willkommen zu Reif ist live am Tag des Bundesliga-Auftakts. Und damit ein sehr guter Tag, um mit Marcel Reif über Fußball zu reden. Guten Morgen!
**Marcel Reif** (0:44)
Guten Morgen!
**Matthias Brügelmann** (0:45)
Herr Reif, es ist die 64 Bundesliga-Saison. Ich habe mich selbst dabei so ein bisschen ertappt, dass ich, und ich habe jetzt ein paar weniger Saisons erlebt als Sie, aber jedes Jahr habe ich die gleiche, ähnliche Vorfreude. Ist das bei Ihnen auch noch so?
**Marcel Reif** (0:58)
Ja. Und solange das ist, treffen wir uns hier.
Wenn ich zum ersten Mal sage, bleib mir weg damit, dann bleibe ich auch weg. Versprochen.
**Matthias Brügelmann** (1:08)
Wir fordern das noch nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es zu diesem Moment kommen wird. Diese Entscheidung werden Sie wahrscheinlich irgendwann selbst treffen. Und das dauert hoffentlich noch ein bisschen.
Wir schauen mal auf unsere Themen heute, liebe Zuschauer. Wir reden über die Bayern, da wurden ja diese Woche Fakten geschaffen, rund um Max Eberl zum Beispiel. Uns interessiert natürlich aber vor allem auch die Einschätzung zum Bundesliga-Auftaktspiel heute gegen Stuttgart. Dann sprechen wir über Borussia Dortmund, die spielen erst morgen dann gegen den HSV 18-30. Auch das ein interessantes Duell. Wir reden über Transfers, denn so langsam neigt sich dieses Transferfenster dem Ende, es schließt sich. Und natürlich gibt es auch Saisonprognosen. Wir haben Marcel Reif ein paar Fragen gestellt und klare Antworten bekommen. Und die wollen wir ihnen nicht vorenthalten. Aber, Herr Reif, wir beginnen mit den Bayern. Ich habe es gerade gesagt, Max Eberl hat seinen Vertrag verlängert. Am Dienstag wurde das bekanntgegeben bis 2029 Und nun muss man ja sagen, das war nicht immer selbstverständlich. Es gab ja kurz vor dem Pokalfinale diese Höhenes-Aussage 60-40.
Und bevor wir jetzt gleich über Eberl sprechen, lassen wir ihn einmal zu Wort kommen. Denn Eberl wurde natürlich jetzt nach seiner Verlängerung einmal darauf angesprochen, dass er Höhenes damals auch was dazu gesagt hatte, was anders klang.
**Max Eberl** (2:22)
Gut, ich glaube, es waren sehr, sehr intensive zwei Jahre, die ich beim FC Bayern hatte. Es waren jetzt nicht nur das Pokalfinale. Das war dann eben halt noch mal eine Situation, wo ich mich eigentlich über das Pokalfinale gefreut habe und ein bisschen wurde es übertüncht.
Aber trotzdem, glaube ich, haben wir das als Verein dann auch sehr, sehr gut gelöst. Ich habe mich immens gefreut, dass wir das Double gewonnen hatten, nach zig Jahren mal wieder nach München geholt zu haben. Ich habe dann abends auch eine Zigarre geraucht, wenn ich das sagen kann. Das habe ich mir dann auch nicht nehmen lassen. Also ich habe dann schon auch die Vorzüge eines Sieges dann auch auch genossen. Ich habe immer gesagt, hör zu, ich versuche das Bestmögliche im FC Bayern zu machen. Ich versuche, meine Arbeit zu machen. Zusammen mit Christoph, zusammen mit Winni, zusammen mit Jan-Christian Dresen versuchen wir einfach wieder einen Kader zu bauen, der in der Saison 26, 27 wieder erfolgreich sein kann. Das war mein Auftrag.
Dem habe ich mich dann auch gewidmet, um dann eben auch Argumente zu haben, dass man vielleicht seine Prozentsatz ändern kann. Und das war immer etwas für mich der Fokus. Zwei Jahre lang habe ich diesen Fokus gehabt. Zwei Jahre lang habe ich versucht, mich ein Stück weit von Dingen zu befreien, die um mich herum waren. Zwei Jahre lang habe ich mich auf das verlassen, was wir hier im internsten Kreis haben. Und das war das, was dann am Ende dazu geführt hat, dass man meine Arbeit wertgeschätzt hat und ich das Vertrauen bekomme, weiter machen zu dürfen. Und über das freue ich mich tatsächlich sehr.
**Matthias Brügelmann** (3:35)
Und man merkt es ihm an, ein sehr gelassener Max Eberl jetzt noch dieser Verlängerung. Gab es einen Moment in den letzten Monaten, wo sie dachten, na das wird nichts, die gengetrennte Wege?
**Marcel Reif** (3:47)
Ehrlicherweise nein, weil ich fand, dass die Dinge eigentlich mal ein bisschen später, mal ein bisschen weniger spät, aber doch am Laufen waren beim Max Eberl. Du steckst halt nicht drin in den Gesprächen, wie funktioniert es immer auf Sie, wer informiert, wer wann. Das war ja auch ein Kritikpunkt, dass er ein bisschen sehr spät informiert, intern, die Granen. Nein, ich hatte aber auch das Gefühl, dass Max Eberl sukzessive, obwohl er doch da mal in der Jugend gespielt hat, obwohl er ja nicht irgendwo hin zu irgendeinem Klub kommt, irgendwo am anderen Ende der Welt, sondern er kommt zu den Bayernern. Weiß doch ungefähr, wer dort handelnde Personen sind. Aber ich glaube, dass er selber auch erst mal den FC Bayern richtig die letzten 20 Prozent lernen musste. Und wie Uli Hoeneß tickt und welche Dinge wichtig sind.
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