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Brandgefährliche Hitze: Wie Frankreich gegen die Waldbrände ankämpft

Was jetzt?

July 24, 2026

In zahlreichen europäischen Ländern breiten sich Waldbrände weiter aus. Zur Sicherheit haben Behörden in Frankreich und Spanien Ortschaften und Campingplätze evakuiert sowie Straßen geschlossen. Seit Anfang des Jahres bis Mitte Juli haben Feuer in Frankreich rund 42.
Speakers: Erica Zingher, Lisa Pausch, Annika Joeres, Johanna Roth
**Erica Zingher** (0:05)
Europa erlebt gerade eine Serie schwerer Waldbrände. Frankreich, Spanien, Italien und sogar Großbritannien sind betroffen. Wir schauen gleich hierbei Was jetzt? Exemplarisch auf die Lage in Südfrankreich und fragen, wie das Land mit diesem Extrem umgeht und darüber debattiert. Und die EU hat sich auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Der Weg dahin war allerdings lang und umkämpft. Warum? Das erfahren Sie später. Ich bin Erica Zingher. Freitag, der 24 Juli ist heute. Nach den neuesten Nachrichten hören wir uns gleich wieder.

**Lisa Pausch** (0:36)
Ich bin Lisa Pausch. Guten Morgen.
US-Präsident Donald Trump hat wie erwartet neue Zölle angekündigt. Heute läuft die rechtliche Grundlage für die bisherigen globalen Zölle aus, in Höhe von 10 Prozent. Die hatte Trump im Februar verhängt, nachdem der oberste Gerichtshof die weite Teile seiner vorherigen Zölle wiederum gestoppt hatte.
Damit diese globalen Zölle länger als 150 Tage gelten können, müsste das US-Parlament zustimmen, dass es das tun würde, ist unter anderem wegen der sowieso schon hohen Inflation gerade eher unwahrscheinlich. Doch Trump hat schon eine neue rechtliche Grundlage gefunden. Und zwar, weil angeblich Verbote von Produkten aus Zwangsarbeit nicht ausreichend umgesetzt wurden, sollen 60 Länder nun neue Zölle zahlen in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent ab heute Morgen 6 Uhr 1 deutscher Zeit. Darunter fallen auch Produkte aus der EU. Ausgenommen sind solche, für die schon andere Zölle gelten, wie etwa Stahl und Aluminium und Waren, die schon auf ein Schiff verladen wurden.
Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken soll offenbar die neue Chefin des Kanzleramts werden. Das geht aus mehreren übereinstimmenden Medienberichten hervor. Sie soll damit auf Thorsten Frei folgen, der ja wiederum nach dem Rücktritt von Jens Spahn an die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag rücken soll. Der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann soll demnach der neue Gesundheitsminister werden und die bisherige Schatzmeisterin Franziska Hoppermann die neue CDU-Generalsekretärin. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Heute könnte Kanzler Friedrich Merz womöglich mehr dazu sagen. Redaktionsschluss für diesen Podcast ist 5 Uhr.

**SPEAKER_3** (2:28)
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**Erica Zingher** (2:55)
Große Rauchschwaden ziehen in den Himmel, die Flammen färben den Himmel orange-gelb. Bilder, die aussehen wie aus einem Film. Aber sie sind Wirklichkeit. Und sie entstehen gerade in mehreren Teilen Europas. In Südfrankreich zum Beispiel breiten sich schwere Waldbrände aus. Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Urlaubsorte wurden evakuiert. Feuerwehrkräfte kämpfen gegen die Flammen. Zwei Einsatzkräfte sind dabei bereits gestorben. Wie geht das Land mit den Bränden um? Das erklärt mir Annika Joeres. Sie berichtet für die Zeit aus Frankreich. Hi Annika.

**Annika Joeres** (3:28)
Ja, hallo.

**Erica Zingher** (3:30)
Wie ist denn die Lage aktuell in Frankreich, Annika?

**Annika Joeres** (3:33)
Also es gibt zwei akute und bedrohliche Waldbrände. Der eine ist bei Marseille. Der ist eigentlich unter Kontrolle. Aber da fürchten die Feuerwehrleute, dass es jetzt durch die starken Winde, den Mistral, nochmal wieder neu entfacht werden könnte. Und das noch größere ist bei Arcaschon in der Nähe von Bordeaux, also an der Westküste, an der Atlantikküste. Und da sind jetzt inzwischen schon 20 Personen evakuiert. Die Zahl wird aber wahrscheinlich noch mit jeder Stunde weiter ansteigen. Einfach, weil natürlich jetzt zur Hauptsaison auch sehr, sehr viele Touristen da sind auf Campingplätzen und in den Ferienanlagen. Und sehr viele von ihnen mussten jetzt eben evakuiert werden und in irgendwelchen Tourenhallen oder städtischen Hallen oder so untergebracht werden.

**Erica Zingher** (4:15)
Es brennt in Frankreich wieder einmal, muss man ja sagen. In den letzten Sommern war das auch schon oft der Fall. Hat man dieses Mal ein Konzept, wie man mit den Bränden umgeht oder einen Plan, wie es den in Frankreich ja mittlerweile bei den extremen Hitzewellen gibt?

**Annika Joeres** (4:31)
Also direkte Notfallpläne gibt es nicht, obwohl Frankreich ja ein Land ist, was historisch ja schon immer viel mit Waldbränden zu kämpfen hatte, vor allem im Süden des Landes. Aber es gibt tatsächlich auch einen Mangel an Löschfahrzeugen, an Löschflugzeugen. Jetzt sollen noch militärische Flugzeuge umgerüstet werden, um auch Wasser ablassen zu können auf die Brandherde. Es gibt Warnungen im Radio, dass man keinen Grill anschmeißen soll in der Natur, dass man keinen Zigarettenstummel aus dem Auto schmeißen soll.

**Erica Zingher** (5:01)
Es wird ja jetzt auch über die Ursachen der Brände diskutiert. Welche Rolle spielt der Klimawandel in der Debatte?

**Annika Joeres** (5:07)
Also der Klimawandel spielt eine sehr große Rolle. Einfach, weil du hast es ja auch schon erwähnt, Frankreich jetzt drei große Hitzewellen hintereinander erlebt hat. Also die ging eigentlich nahe zueinander über. Eine nach der anderen mit Hitzerekorden, die überall gepurzelt sind, mit vielen Städten und Regionen, insbesondere auch die Feuerregionen jetzt tatsächlich, die tagelang über 40 Grad er tragen mussten. Und deswegen ist natürlich jetzt die Vegetation, also die Büsche, der Boden ist wahnsinnig trocken. Und tatsächlich jeder Zigarettenstummel, der auf dem Boden fällt, kann ein großes Feuer entfachen. Und wir sind ja nun mal gerade erst in der Mitte des Sommers, wenn überhaupt. Und deswegen ist eben die Sorge groß, ist jetzt aufgrund dieser extremen klimabedingten Dürre noch mehr Brände auf Frankreich warten.

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