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Bildungstalk der Stiftung Bildung - wie kommst du zum Frei Day?

Beste Bildung - DER Bildungstalk der Stiftung Bildung

October 13, 2021

Wie kann ausserschulische Zusammenarbeit in Zusammenhang mit einem Frei Day funktionieren? Heinz-Jürgen Rickert im Gespräch mit Gästen. Bildungstalk der Stiftung Bildung. Mit: - Tobias, Projektleiter bei Schule im Aufbruch.
Speakers: Heinz-Jürgen Rickert, Sebastian, Tobias, Merle
**SPEAKER_1** (0:00)
Bildungstalk der Stiftung Bildung von und mit Heinz-Jürgen Rickert.

**Heinz-Jürgen Rickert** (0:07)
Reden über Bildung.

**SPEAKER_3** (0:09)
Vor der künstlichen Intelligenz komme bitte die kritische Intelligenz.

**SPEAKER_1** (0:15)
Das war ja schon eine Suggestivfrage. Das war halt nicht cool.

**Sebastian** (0:19)
Ich glaube, wir machen keine heldenhafte Arbeit, sondern wir heben die Helden, die hierher kommen, vor.

**Heinz-Jürgen Rickert** (0:25)
Ja, ich bin Heinz-Jürgen Rickert. Ich bin ehrenamtlicher Kollege im Team der Spendenorganisation Stiftung Bildung und begrüße Sie zum heutigen Podcast. Es ist heute Freitag und wir werden auch über den Frei Day heute sprechen. Und ich habe ungewöhnlicherweise heute vier Gäste, die sich gleich einmal kurz vorstellen, mit der Frage verbunden, wie kommst du zum Freitag? Wer möchte anfangen?

**Tobias** (0:52)
Ja, ich kann, glaube ich, gerne mal loslegen.
Ich bin Tobias, ich bin Projektleiter bei Schule im Aufbruch. Und aktuell ist der Freitag mein Fokusthema. Und ich bin zum Freitag gekommen, weil ich selber einmal als Teach-First-Fellow an einer Schule in Heidelberg gearbeitet habe, da gemerkt habe, wie wichtig das ist, auch mit außerschulischen Partnerorganisationen zusammenzuarbeiten, die in den Unterricht mit aktiv einzubinden. Und das hat mich dann nach Berlin geführt, weil ich das nämlich fördern wollte. Und da bin ich dann auf Margaret gestoßen, die mit ihrer Idee vom Freitag da um die Ecke kam. Und da haben wir gemerkt, so außerschulische Zusammenarbeit und der Freitag, das geht Hand in Hand. Und dann wächst man halt manchmal in Rollen rein, von denen man nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Und so bin ich zum Projektleiter geworden.

**Heinz-Jürgen Rickert** (1:46)
Ja, tolle Entwicklung. Jetzt haben wir noch zwei ganz junge Gäste, die sind noch in der Schule, glaube ich, beide. Mögt ihr euch auch kurz vorstellen, auch mit Blick auf den Frei Day?

**Merle** (1:57)
Ja, also ich bin die Merle. Ich bin Schülerin am Gymnasium in Bayern, Hohelberg Gymnasium. Und ich setze mich auch dafür ein, dass unsere Schule einen Frei Day bekommt, weil wir auch finden, dass die Schule eine Veränderung braucht. Die Schule braucht, was die Schüler lieber gerne lernen und mehr Projektarbeit lernen.

**Sebastian** (2:25)
Dann stelle ich mich auch noch mal gleich mit vor. Ich bin der Sebastian. Ich gehöre mit zu diesem Projekt. Wir machen sehr viel zusammen an unserer Schule. Und wir haben uns auch schon mal dafür eingesetzt, wie gesagt, wie sie gesagt hat, Projektarbeit an unserer Schule möglich zu machen und vielleicht sogar einen ganzen Tag in der Woche dafür zu benutzen. Aber wir machen das ja auch jetzt schon in unserer Freizeit für unsere Schule. Solche Projekte haben wir.

**Heinz-Jürgen Rickert** (2:52)
Genau, wir sprechen ja über den Frei Day. Deutsch geschrieben und nicht über den Frei Day, die Demonstrationen, die weltweit unterwegs sind. Nun liegt das ja sprachlich sehr nah. Gibt es da eine Verbindung eigentlich? Oder hat dir das, ich sag noch mal, etwas recht geklaut?

**Tobias** (3:09)
Natürlich gibt es eine Verbindung zwischen den Fridays for Future und dem Frei Day. Die Fridays for Future setzen sich natürlich für die Welt ein. Und am Frei Day bekommen die Schülerinnen und Schüler in der Schule einen Raum, sich für die Welt einzusetzen. Wir haben ja die 17 Ziele von den Vereinten Nationen oder Sustainable Development Goals auch genannt. Und die geben uns ja eine ganz klare Richtung vor, wo wir uns als Welt hinentwickeln wollen. Aber damit wir das auch als Welt schaffen, brauchen wir in einer Schule einen Raum, in dem Kinder und Jugendliche so etwas lernen können. Und da haben wir gesagt, der Frei Day wäre doch ein perfekter Weg, um genau das zu tun, indem ich nämlich den Kindern und Jugendlichen einen Freiraum biete. Und da kommt der Name tatsächlich her, von Freiraum, wo sie sich mit eigenen Themen auseinandersetzen können, in Kontakt mit der Welt kommen, in Kontakt mit Organisationen, ExpertInnen. Und dort gemeinsam mit denen zusammen Projekte umsetzen, die die Welt und ihre eigene Zukunft betreffen.

**Heinz-Jürgen Rickert** (4:09)
Das Stichwort Freiraum ist, glaube ich, ganz wichtig. Also einen Handlungsspielraum mit freien Optionen, mit der Möglichkeit, mich da einzubringen, mich zu entscheiden für etwas. Das, glaube ich, sprechen wir gleich, wie man sich das vorstellen kann. Das frage ich mal an Merle und Sebastian. Auch wenn ihr das jetzt noch nicht in der Schule macht, aber ihr werdet es ja dann offensichtlich bald in euren Schulen haben. Wie konkret habe ich mir das Wort bestellt? Was passiert zum Beispiel an eurer Schule in einem Jahr, an einem Frei Day?

**Merle** (4:42)
Also noch haben wir ja keinen Frei Day. Es ist tatsächlich schwierig, den umzusetzen, weil wir eben in Bayern sind und durch das Schulsystem, wir sind eine staatliche Schule, einfach das enorm schwierig ist, das durchzusetzen.
Wir versuchen aber, es auf kleinerer Ebene zu machen, indem wir Projektgruppen gründen, indem wir Projekte anbieten für jüngere Schüler. Und unsere Schulleitung ist auch glücklicherweise ziemlich offen. Das Problem ist halt momentan noch von oben, also staatlich.

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