#61: KI als Soft Skill: Warum Tool-Wissen nicht mehr reicht artwork

#61: KI als Soft Skill: Warum Tool-Wissen nicht mehr reicht

Co-Intelligence – Der KI-Lernpodcast

July 1, 2026

Du fragst dich, welches KI-Tool das beste ist oder welche Arbeitsweise die richtige? Benjamin und Moritz liefern dir in dieser Rapid-Fire-Folge klare Antworten auf die häufigsten Entweder-oder-Fragen der KI-Welt.
Speakers: Benjamin Wüstenhagen, Moritz Heininger
**Benjamin Wüstenhagen** (0:05)
Willkommen zurück zu Co-Intelligence, eurem KI-Lernpodcast heute in Folge 60 mit Moritz Heininger und mir, Benjamin Wüstenhagen. Und wir bekommen von euch viele Fragen. Ist das besser oder ist jenes besser? Und wir haben jeweils starke Meinungen, die sich auch ab und zu mal ändern.
Darum geht es heute.

**Moritz Heininger** (0:24)
Strong Opinions, loosely heard.
Ja, möchte ich sagen, es ist so ein bisschen Rapid-Fire heute. Wir gehen so mit verschiedenen Thesen oder Fragen nach und nach durch, geben Antwort, teilweise mit ein bisschen Erklärung mit dazu. Wir versuchen nicht zu oft, it depends, es kommt darauf an, zu sagen. Aber manchmal werden wir nicht drumherum kommen, zumindest in der Erklärung der Antwort. Und ich würde sagen, wir fangen direkt an. Benny, Claude oder JGTBT?

**Benjamin Wüstenhagen** (0:56)
Zurzeit Claude.

**Moritz Heininger** (0:58)
Ja, würde ich unterschreiben. Für einfach alles. Statt jetzt, wir sind im Juni 2026
Und das kann sich auch alles in ein paar Wochen schon wieder erinnern.

**Benjamin Wüstenhagen** (1:11)
Eine Einschränkung, Bilder at JGTBT.

**Moritz Heininger** (1:14)
Stimmt. Da ist Claude nicht zu gut.

**Benjamin Wüstenhagen** (1:18)
Terminal oder Desktop-App?

**Moritz Heininger** (1:20)
Desktop-App für alle Nicht-Software-Entwickler. Also jeder normale BWLer oder Nicht-Software-Entwickler kommt sehr, sehr weit beispielsweise mit der Claude Code Desktop-App und muss nicht ins Terminal.

**Benjamin Wüstenhagen** (1:37)
Ich nutze es trotzdem gerne.

**Moritz Heininger** (1:39)
Du bist ja auch ein sehr Advanced-Nutzer, aber ich habe den Einstieg für die meisten Leute und ich glaube, die meisten Hörerinnen und Hörer sind jetzt keine Advanced-KI-Coder, sondern die können einfach mit der Desktop-App, glaube ich, ganz gut anfangen. Stimmt.
Dann lovable oder Claude Code?

**Benjamin Wüstenhagen** (1:57)
Hättest du mich von einem halben Jahr gefragt, hätte ich gesagt lovable.
Mittlerweile Claude Code. Ich sehe keinen Sinn, mehr lovable zu nutzen.

**Moritz Heininger** (2:05)
Ich würde sagen, eine Einschränkung, wenn ich eine App mit einem sehr schönen Frontend bauen möchte, da ist gefühlt lovable immer noch besser.
Alles, was ein bisschen komplexer bei den Themen angeht und so weiter, würde ich 100 Prozent unterschreiben. Ich nutze auch nur noch Claude Code.

**Benjamin Wüstenhagen** (2:24)
Perplexity oder Google?

**Moritz Heininger** (2:27)
Sehr gute Frage. Mittlerweile würde ich sagen, vor allem Google. Wir hatten einen Enterprise-Account in Perplexity geschenkt bekommen.
Zu dem Zeitpunkt habe ich meine Suchleiste ausgetauscht gehabt in Perplexity, weil die Enterprise-Suche sehr, sehr gut war. Mittlerweile gerade jetzt nach der Google IO., wo Google ja wieder auch gesagt hat, dass sie sehr stark den Fokus auf agentische Suche legen. Die ganze Suche wird sich noch mal verändern. Von daher würde ich sagen, auf jeden Fall Google, auch wenn das noch nicht alles in der schon ausgerollt ist, ist das ein guter Weg. Alternativ zu Publicity, mittlerweile auch sehr gut, wenn ich einfach Sachen mit Dort suche oder selbst der Chatchi-Vidi wird immer besser. Aber gefühlt geht die Daseinsberechtigung von Publicity meiner Meinung nach immer weiter zurück und verlieren sozusagen Forschungen, die sie machen.
Dann ein Modell oder Multimodel-Routing?

**Benjamin Wüstenhagen** (3:27)
Naja, wenn ich mir aussuchen könnte und eine KI das sehr gut hinbekomme, dann gerne Multimodel-Routing, damit ich nicht so viele Tokens an Schwachsims verbrenne.
Ich nutze meistens tatsächlich ein Modell, bin Claude, ich bin zu faul, es umzustellen. Aber wenn ich dann andere Sachen mache, dann nutze ich auch gezielt andere Modelle. Idealerweise wäre natürlich dieses Multimodel-Routing und ich vermute aber, dass es auch mehr kommen wird.

**Moritz Heininger** (3:53)
Ja, also die Frage impliziert hier, ob ich als Normalnutzer entweder einstelle, suche das Modell aus, was am besten passt, oder ich wähle proaktiv ein Modell aus. Ich glaube, wenn man ein bisschen mehr advanced ist und die verschiedenen Modelle kennt, dann kann man jeweils für den relevanten Use-Case auch das richtige Modell wählen. Zum Beispiel verbessere mir eine E-Mail, da brauche ich jetzt keinen Opus 47, weil das dauert super lang und ein Sonnet oder selbst ein Haiku ist gut genug dafür.
Die Gefahr von so einem Multimodal-Rooting ist, dass ich halt im Zweifel ein tolles, starkes Modell brauche. Die KI ist nicht versteht und mir ein schlechtes Modell gäbe. Das war das ganze Problem bei JetJuby, da haben wir das mit dem FIMBA-Modell. Und dann ist wieder die Frage, was ist, wenn ich Software entwickle für verschiedene Elemente, das ist nochmal ein ganz anderes Thema. Da muss ich nochmal unterscheiden zwischen einem Open Source-Modell und einem Top-Proprietary-Modell. Da muss ich mal einen Test.Evalz machen. Von daher eine superschwere Frage.
Und, ja, schwer zu beantworten, glaube ich. Ich würde sagen, beides kann seine Relevanz haben.

**Benjamin Wüstenhagen** (5:05)
Finde ich schon.

**Moritz Heininger** (5:06)
Ich glaube.

**Benjamin Wüstenhagen** (5:06)
Agenti-GI oder Mensch am Steuer?

**Moritz Heininger** (5:11)
Auch eine sehr schwierige Frage. Ich glaube, es kommt auch immer wieder auf die Themen an. Ich glaube, ich brauche so eine Art Bewertungslogik und Matrix, je nach Anwendungsfall, ob ich hier nochmal einen Mensch brauche. Und in ganz vielen Fällen ist das so.

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