#39 Warum Arbeit heilig ist: Unternehmertum zwischen Eden und Endzeit | Dr. Johannes Hartl artwork

#39 Warum Arbeit heilig ist: Unternehmertum zwischen Eden und Endzeit | Dr. Johannes Hartl

Kingdompreneurship Podcast by CKS

March 6, 2026

„Das, was wir tun, ist elementar wichtig. Aber es gibt ein Geheimnis über dich, das noch unendlich wichtiger ist: Du bist bedingungslos gewollt und geliebt von deinem Schöpfer.“ Dr.
Speakers: Johannes Hartl
**Johannes Hartl** (0:00)
Man könnte sogar sagen, dass diese Vorstellung, dass wir auf der Erde sind, um am Schluss in den Himmel zu kommen, die ist eigentlich nicht biblisch. Die biblische Vorstellung ist, dass der Himmel, das ist Reich Gottes, auf die Erde kommen will, Gestalt annehmen möchte und zwar in allen unseren Lebensbereichen. Das bedeutet aber auch, dass alle Lebensbereiche potenziell heilig sind, weil Gott möchte, dass in der Familie, im Erziehungswesen, aber auch im Finanzsystem, in allem gute göttliche Prinzipien herrschen. Wir sollten mitwirken, dass mehr von diesem göttlichen Charakter auf der Erde spürbar wird.

**SPEAKER_2** (0:37)
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Kingdompreneurship Podcasts, dem Inspirations- und Ermutigungspodcast, für Leute, die mehr Himmel auf Erden durch Business wollen. In unserem Mission Statement steht, Unternehmen verändern die Welt. In welche Richtung entscheidet der Unternehmer? Es ist also von ganz entscheidender Bedeutung, welche Ideen hat dieser Unternehmer über die Welt, über Erfolg, über das gute Leben, über Gesellschaft, die er prägt und verändert. Und deswegen ist es an der Zeit, dass wir uns über die prägenden Ideen austauschen. Dazu konnte ich mir keinen besseren Gast wünschen und vorstellen, als Mr. Theologie, der Theologie wieder sexy gemacht hat, der Popstar der Theologie, wie ich es im Internet gefunden habe, Dr. Johannes Hartl. Wir sind hier in unserem Podcast in Augsburg. Wir dürfen hier eine Stunde deine Zeit bekommen. Und ich freue mich wahnsinnig auf dieses Gespräch. Johannes, danke, dass du dir Zeit genommen hast.

**Johannes Hartl** (1:33)
Ich freue mich auch. Ein super Thema. Danke, dass ihr gekommen seid.

**SPEAKER_2** (1:37)
Absolut. Wenn man von außen auf dich schaut, auf das, was du erreicht hast, bewirkst auch dein letztes Buch Die Kraft eines fokussierten Lebens, dann kommt man nicht um hin zu denken, der Mann hat eine Mission. Was ist deine Mission, Johannes?

**Johannes Hartl** (1:53)
Meine Mission ist, die Realität von Gott erlebbar und verstehbar zu machen, in einer Welt, die halt säkular ist. Und dafür neue Formen zu finden, neue Sprache zu finden, das ist mein Herzensanliegen.

**SPEAKER_2** (2:09)
Wann weißt du, dass du darin erfolgreich machst?

**Johannes Hartl** (2:12)
Wenn Menschen, die aus komplett anderem Background kommen, dieses glänzenden Augen bekommen, dass sie sagen, okay, zum ersten Mal, wie hast du es becheckt? Oder in die Kommentare reinschreiben, ich wurde jetzt wirklich tief berührt, es hat sich in meinem Leben was verändert. Ich bin in erster Linie interessiert an den Leuten, die noch nicht überzeugt sind von dem, von dem ich überzeugt bin, die sich aber einladen lassen auf so eine Reise.

**SPEAKER_2** (2:37)
Wie ist es dazu gekommen? Wie hast du diesen Auftrag für dich entdeckt?

**Johannes Hartl** (2:41)
Das spielen mehrere Sachen zusammen. Ich bin, seit ich denken kann, ein Mensch, der irgendwie Leute ansprechen konnte. Also ich kann irgendwie reden und Leute hören zu. Und ich bin mir nicht sicher, woran das liegt. Und dann habe ich einfach eine Erfahrung als Teenager mit Gott gemacht. Ich war vorher ganz anders unterwegs. Aber ich war so begeistert von dem und ich habe ein bisschen drunter gelitten, dass alles, was ich jetzt mit Kirche oder so Verbindung brachte, eher altbacken und langweilig aussah. Dass ich ein Eifer hatte, dass alle in meiner Klasse, alle in meinem Freundeskreis davon auch erfahren. Und so kam das relativ natürlich, dass ich anfing, über diese Themen zu sprechen.

**SPEAKER_2** (3:19)
Kannst du uns kurz erzählen, was diese Erfahrung war?

**Johannes Hartl** (3:21)
Ja, die Erfahrung, die war so, dass ich mitgenommen wurde auf ein christliches Festival. Und ich fand das eigentlich langweilig. Mich hat es überhaupt nicht interessiert. Aber am letzten Abend gab es eine Möglichkeit, für sich beten zu lassen. Und mehr, weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte, bin ich davor getrottert und hat für mich beten lassen. Und das ist eine Erfahrung, die ich am ersten beschreiben würde, mit so einem sich heftig zu verlieben. Nur, dass da halt kein Mädchen war und sich verliebt war. Sondern es war das gleiche Gefühl von einem totalen persönlichen Berührtsein und einem ganz tiefen Glück. Ich habe mich fast wie selber gezwickt und gesagt, was stimmt nicht mit dir? Was ist denn los? Woher kommt es dann? Es war wirklich eine Erfahrung, die ich nicht bestreiten konnte. Von einer Freude, einer Liebe und gleichzeitig, Frieden stimmt eigentlich gar nicht, weil ich war super aufgeregt. Ich konnte die Nacht nicht schlafen danach, weil ich so glücklich war. Wirklich von etwas, was ich gekostet habe, von dem ich wusste, dass es besser als alles, was ich kannte.
So war das.

**SPEAKER_2** (4:16)
Und ab dem Moment bzw. der Realisation, dass das christliche Angebot wenig zu dieser Erfahrung passt, da dazu wenig zuträglich ist, hast du gesagt, ich möchte neue Formen finden, durch die das besser möglich wird.

**Johannes Hartl** (4:31)

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